Aktuell

Neu: YouTube-Kanal der Literaturwerkstatt 2020 und bislang auch 2021 keine einzige Lesung. Das heißt nicht, dass bei uns gar nichts läuft. Wir treffen uns weiterhin regelmäßig über Zoom, schreiben fleißig und nun gibt es auch einen YouTube-Kanal, auf dem wir uns mit unseren Geschichten präsentieren. Professionell hat sich Kurt Sistig uns angenommen und lässt uns im besten Licht erscheinen. Hier gehts lang, um die Ergebnisse zu sehen.

Veranstaltungen?
05.02.2021

Kulturveranstaltungen gibt es gerade entweder gar nicht oder nur virtuell. Auch die Veranstaltungen der Literaturwerkstatt sind davon natürlich betroffen. Unsere Literatur in der Fabrik Reihe ist bereits zweimal verlegt worden. Nunmehr haben wir einen neuen Termin: 29.08.2021. Wir hoffen alle, dass dieser Termin stattfinden kann.
In der Zwischenzeit versuchen auch wir ein kleines virtuelles Programm auf die Beine zu stellen. Wir wollen kurze Filme über uns und mit unseren Geschichten auf YouTube präsentieren. Wenn es soweit ist, wird es hier die Ankündigung geben.

Meet and Greet
20.06.2018
Als Literaturwerkstatt haben wir uns vorgenommen, zwei Mal im Jahr eine Lesung für Sie zu veranstalten. Da ist zum einen die alljährlich im Frühjahr stattfindende Veranstaltung „Literatur in der Fabrik“ unter der Leitung der Stadt Hennef.
Im Herbst veranstaltet die Literaturwerkstatt dann jeweils eine eigene Lesung an wechselnden Orten. Dieses Jahr am 11.11.2018 findet diese Gemeinschaftslesung in der sehr engagierten Pfarrbücherei St. Simon & Judas in Hennef-Geistingen statt. Nähere Informationen dazu finden Sie demnächst hier.
Wir Autoren sind aber auch außerhalb dieser gemeinsamen Veranstaltungen viel unterwegs. Besuchen Sie doch einmal eine Einzellesung. Am 20.06.2018 liest zum Beispiel Karin Büchel aus ihrem Krimi „Die Toten vom Ennert“ in einer Benefizveranstaltung im Krankenhaus Bonn-Beuel und am 26.06.2018 in der Gallusbücherei in 53227 Bonn. Am 27.09.2018 liest Nicole Peters aus ihrem historischen Roman „Land im Nebel“ in der Buchhandlung am Markt in Hennef. Nähere Informationen zu Einzelveranstaltungen finden Sie auf unseren individuellen Homepages. Links zu diesen finden Sie hier.
Wir freuen uns darauf, unsere Leser zu treffen.

Nicole 23.11.2015
Der letzte Punkt

Es ist vollbracht. Ich habe den letzten Punkt hinter den letzten Satz in meinem Roman gesetzt. Ist das Buch jetzt fertig? Nein. Was folgt sind mehrere Überarbeitungen, die Verteilung des Manuskripts an meine Testleser und danach noch weitere Überarbeitungen. Bevor der Roman dann in der großen weiten Bücherwelt seinen Platz finden kann, steht noch die Suche nach einem Verlag an oder notfalls der Selbstverlag. Noch ein weiter Weg also.

Aber dennoch möchte ich meine Freude schon jetzt teilen. Denn es ist das erste große Romanprojekt, das ich tatsächlich bis zu diesem letzten Punkt fertig geschrieben habe. Ein tolles Gefühl.

Petra 05.11.15 :

Das geklaute Buch

Gestern erzählte mir eine Bekannte, sie habe eins meiner Bücher zur Taufe kaufen wollen. Habe dafür extra in der hiesigen Buchhandlung angerufen und die Antwort bekommen: „Ja, es ist sowohl die Version für Mädchen, als auch die für Jungs vorrätig.“

Sie ging also in die BAM und wollte die blaue Ausgabe aus dem Regal nehmen – Fehlanzeige. „Aber Sie haben mir doch gesagt, beide Versionen seien vorrätig!?“ Ja, tatsächlich waren im Computer beide Bücher als vorrätig verzeichnet. Die Erklärung der Buchhändlerin: „Dann muss eins geklaut worden sein!“

Soll ich das mal als Kompliment verstehen? Mein Buch  – ein Objekt der (diebischen) Begierde?

Alles wird gut

Literaturwerkstatt Hennef
Alles wird gut – Anthologie 1.0

 

Petra 06.02.2014

Schreiben und Schreiben

„Hast du diese Woche etwas geschrieben?
Du bist schließlich Autorin!“

Ja, ich habe geschrieben:
Eine Überweisung für die Korrekturleserin
Einen Terminplan fürs „Bilderbuchkino“ mit einem meiner Bücher in drei Kindergärten
Eine Email mit Nachfrage bezüglich einer Buchpräsentation im Frühjahr
Einen Kommentar zu Cover-Entwürfen für die neue Bilderbuch-Reihe
Den aktualisierten Autorenbrief für einen Verlag
Einen Werbetext für eine Neuerscheinung im Herbst
Vorschlägen an die Lektorin für die Kürzung eines Manuskripts
Immerhin eine halbe Seite im Krimi

Bloß: Eine Geschichte oder ein Gedicht habe ich nicht geschrieben.
Hattest du das erwartet?
Dafür war keine Zeit.
Ich bin schließlich Autorin.

Petra 27.11.2013

Wir sind Liebhaber schöner Worte.
Wir sind Begriffsbastler.
Wir sind wahre Wortjongleure.

An unseren Geschichten und Gedichten kann man dies erkennen, aber auch an so etwas Banalem, wie den Anreden in unseren Rundmails. „Hallo zusammen!“ oder „Ihr Lieben!“ kann ja jeder … Wir können noch viel mehr, und meinen damit doch immer die gleichen Empfänger. Eine Recherche in meinem E-Mail-Postfach brachte diese Varianten ans Licht:

Liebe ….

  • Schreiber
  • Schreiberlinge
  • Schreibschaffende
  • Schreibende
  • Zunft der Schreibenden
  • Literaten
  • Literaturwerkstättler
  • Mitglieder der Literaturwerkstatt
  • Werkstatt-Kolleg/innen!

oder so:

  • Dichterlinge
  • Textformer
  • Schöngeister
  • Wort und Satzakrobaten
  • Pegasusreiter
  • Erzähler
  • Buchlinge!

Mal sehen, wem demnächst wieder etwas Neues einfällt, wenn er/sie unserer Runde etwas mitteilen möchte!

Petra 08.11.2013

Abgegeben

Am Dienstag habe ich ein Manuskript abgegeben.
Eine Auftragsarbeit, ein Kinderbuch zum Thema Feuerwehr.

Abgegeben!
Das bedeutet Erleichterung:
Der Feuerwehrmann hat die Fakten abgesegnet.
Der Computer spielte doch noch mit.
Ich konnte den Termin einhalten.
Ein wichtiger Arbeitsschritt ist geschafft.

Abgegeben!
Das bedeutet Aus-der-Hand-gegeben:
Es wird nicht weiter an Formulierungen gefeilt.
Der Plot bleibt, wie er ist.
Ich setze mich der Kritik der Lektorin aus.
Ich habe wenig Einfluss auf das, was jetzt weiter passiert.

Abgegeben!
Das bedeutet Abwarten:
Wann und wie wird sich die Lektorin äußern?
Dürfen sich Tochter und Neffe über die Namen der Protagonisten freuen?
Wie werden die Bilder dazu aussehen?
Wird das Buch am Ende so sein, wie ich es mir vorstelle?

Abgegeben  –
Eine spannende, interessante und kreative Phase ist zu Ende.
Eine auf andere Weise spannende Phase beginnt.

Petra 30.07.2013

Anfangssatz

Manchmal kommt mir ein Satz in den Sinn, und ich weiß: Dies ist der Anfangssatz für einen neuen Text, der geschrieben werden möchte. Wie die Geschichte oder das Gedicht weitergehen wird – keine Ahnung. Aber der Anfang ist schon da. Der Rest des Textes wird dann beim Schreiben entstehen.

Manchmal habe ich ein Thema und bald fällt mir auch ein Anfangssatz ein. Ein Glücksfall! Ist dieser erste Satz notiert, steht schon fast der Rest des Textes. Mit noch etwas größerem Glück kommt mir auch recht bald der Schlusssatz in den Sinn, und zwischen diesen beiden Polen verteilen sich dann die oft zügig die anderen Sätze.

Manchmal soll ich über ein Thema schreiben, in das ich noch nicht eingearbeitet bin. Informationen reihen sich im Konzept aneinander, Textbausteine sind vorhanden. Aber keine Idee für einen Anfangssatz! Somit keine Idee für den Aufhänger! Kurz gesagt: Kein Text! Und der Abgabetermin rückt näher! Nun macht Not bekanntlich erfinderisch und als Schreiberling habe ich schon ein paar Jahre Erfahrung. Irgendeinen Anfang bekomme ich immer hin. Irgendein Satz ist dann eben der erste Satz. Aber zufrieden bin ich nicht. Allerdings schickte bislang keine Redakteurin und kein Lektor einen Text mit dem Vermerk „Unbrauchbarer Anfangssatz“ zurück.

Immer, wenn ich einen fremden Text mit einem tollen Anfangssatz lese, hoffe ich, dass der Autor oder die Autorin beim Schreiben dieselbe Freude über ihren eigenen Einstieg empfand, wie ich sie nun beim Lesen habe! Jedem guten Anfangssatz wohnt für mich nämlich ein Zauber inne.

Petra Klippel

Nicole 18.06.2013

Warum schreibe ich?

Weil ich es liebe, Bücher zu lesen.

Ich bin also über das Lesen ans Schreiben gekommen. Und da ich vor allem gerne Romane lese, und zwar diese richtigen Schmöker, Krimis, historische Romane, epische Fantasy, da lag es nahe, auch gleich selbst einen Roman zu schreiben. Ganz ohne Erfahrung. Überhaupt kein Problem, dachte ich mir. Ich hatte auch gleich eine Idee. Mein Protagonist spazierte ganz von selbst in meine Gedanken und wollte aufs Papier gebracht werden. Also schrieb ich einfach drauf los. So begann das Leben und Schreiben mit meinem Roman.

Erst später habe ich mich wissenschaftlicher damit beschäftigt. Ich habe Schreibratgeber gelesen, z.B. den Klassiker „Wie man einen verdammt guten Roman schreibt“ von Frey  oder von Elizabeth George, deren Romane ich auch regelmäßig verschlinge. Dann erst habe ich meine Charaktere entwickelt und einen Plot gebastelt. Nur eine richtige Prämisse suche ich noch immer. Es muss ja nicht gleich bei meinem ersten Roman alles perfekt sein. Erst durch die Literaturwerkstatt bin ich dazu gekommen, auch Kurzgeschichten zu schreiben. Mit Kurzgeschichten kann man das Handwerk des Schreibens trainieren und man kann Ideen viel schneller umsetzen. Bei meinem Roman habe ich mich leider für einen historischen Schmöker entschieden. Auch wenn das keine bewusste Entscheidung war, sondern sich das Thema mit meinem Protagonisten ganz natürlich ergeben hat. Warum leider? Historische Romane bedeuten extrem viel Recherche. Und Recherche behindert das aktive Schreiben. Es kann also noch dauern, bis mein Roman irgendwann einmal fertig ist. Dann aber bin ich extrem gut vorbereitet. Ich weiß schon genau, welcher Schauspieler die Rolle meines Helden spielen wird, wenn Hollywood anklopft, um den Roman zu verfilmen.

Hoffentlich ist er bis dahin nicht zu alt, um einen 25-Jährigen glaubhaft zu verkörpern…

Nicole Peters